HPV – Was ist das?

 

Humane Papilloma-Viren werden beim Geschlechtsverkehr durch direkten Haut- oder Schleimhautkontakt übertragen. Bekannt sind uns ca. 100 verschiedene HPV – Typen. Davon befallen etwa 30 bis 40 den Genitalbereich. Als krebserregend werden 13 dieser HPV – Typen eingeordnet. Durch die neue Schutzimpfung HPV können wir Typ 16 und 18 dieser HPV – Typen bekämpfen.

 

Gebärmutterhalskrebs - Gefahr der Ansteckung

 

Die HPV – Infektion ist eine Erkrankung, die am häufigsten bei sexuellen Kontakten übertragen wird. Man sagt, dass sich 70  bis 80 % aller Frauen und Männer einmal im Leben beim Geschlechtsverkehr mit diesem Erreger anstecken. Im Allgemeinen kann sich der Körper alleine gegen diese Infektion erfolgreich wehren und der oder die Infizierte bemerkt gar nichts davon.

 

Infiziert – was dann?

 

Bei der Vielzahl der HPV- Infizierten ist nach ca. 2 Jahren alles ausgeheilt, es bleiben keine Folgen zurück und der Körper ist anschließend immun gegen das Virus. Währenddessen bei 3 % der betroffenen Frauen die HPV – Infektion bestehen bleibt und sich in den folgenden 5 – 15 Jahren krankhafte Veränderungen am Gebärmutterhals daraus entwickeln. Es nisten sich Teile des Virus in den Zellen des Gebärmutterhalses ein und können dort den Krebs auslösen.

 

Eine Infektion mit HPV macht noch keine Krebserkrankung.

 

 

Die neue Impfung gegen den Krebs

 

 

Seit 2007 haben wir die Möglichkeit dieser Schutzimpfung.  Die beiden Impfstoffe Gardasil und Cervarix schützen vor Infektionen durch die HPV – Typen 16 und 18, die bei 70 % der Gebärmutterhalskrebserkrankungen nachweisbar sind.       30 % der Zellveränderungen am Gebärmutterhals werden durch andere HPV – Typen hervorgerufen, gegen die die Impfung keinen Schutz bietet. Der Impfstoff Gardasil schützt außerdem noch vor den HPV – Typen 6 und 11, die Feigwarzen hervorrufen. Feigwarzen sind zwar nicht gefährlich, aber dafür sehr unangenehm.

 

Ziel der Impfung

 

§  chirurgische Eingriffe wegen Krebsvorstufen zu reduzieren

§  Fälle von Gebärmutterhalskrebs zu verringern

§  Durch diese Krebsart verursachte Todesfälle zu verhindern

 

Die Impfung schützt nicht vor anderen, durch sexuelle Kontakte übertragbare Krankheiten und Krebsfrüherkennungsuntersuchungen sollten weiterhin wahrgenommen werden.

 

Wie wird geimpft?

 

Innerhalb von 6 Monaten wird  3 x in den Oberarm gespritzt. Nach bisherigen Studien hält der Impfschutz ca. 5 Jahre. Weiterhin gibt es Studien, die den wirksamen Schutz vor einer HPV – Infektion für Frauen im Alter von 15 bis 26 Jahren nachweist. Die ständige Impfkommission empfiehlt Mädchen zwischen dem 12. Und 17. Lebensjahr möglichst vor dem ersten Geschlechtsverkehr zu impfen, denn bei einer bereits bestehenden Infektion ist die Impfung wirkungslos.

 

Neuer Impfschutz vor Gebärmutterhalskrebs